Vier Tage: Zuverlässigkeitsgeprüft


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Das Foto zeigt einen scheckkartengroßen Ausweis in der Farbe Orange. Seitlich steht "Presse", oben "Landtag Rheinland-Pfalz", dort ist auch das Landtagswappen abgebildet. Darunter steht "Sonderausweis Landtagswahl 2016"

Die Eintrittskarte für das Abgeordnetengebäude am Wahlabend. Der Presse-Sonderausweis.

Liebe Leserinnen und Leser, heute darf ich an dieser Stelle mit einer besonderen Auszeichnung bloggen, denn ich habe ebenso wie der Leiter unseres Mainzer RHEINPFALZ-Büros, Arno Becker,  die Zuverlässigkeitsprüfung durch den rheinland-pfälzischen Landtag erfolgreich bestanden. Das erkennen wir daran, dass uns die Presse-Sonderausweise für die Landtagswahl rechtzeitig per Post zugestellt wurden.

Vor Wochen schon hat uns die Landtagspressestelle aufgefordert, uns für den Wahlabend zu akkreditieren. Es genügte nicht, unsere Redaktionsadresse anzugeben und unsere Presseausweis-Nummer, nein, auch die Privatanschrift, das Geburtsdatum und die Nummer des Personalausweises wurden abgefragt. Fast ein Wunder, dass der Landtag nicht noch die Schuhgröße und das Gewicht wissen wollte. Unter der Anmeldung stand fettgedruckt: „Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Akkreditierung nur bearbeiten können, wenn Sie Ihre Einwilligung in die Zuverlässigkeitsprüfung gegeben haben.“ Haben wir natürlich. Bei unserem Kollegen Andreas Ganter muss das alles etwas schneller gehen. Am Montag erst ist die Entscheidung gefallen, dass er aus der Südwestredaktion in Ludwigshafen nach Mainz kommen und uns unterstützen wird, die Stimmungen und Stimmen bei Wahlsiegern und –verlierern einzufangen. Ein Grund dafür ist, dass die AfD weit weg vom Regierungsviertel den Wahlabend feiert. Wo genau, das hält sie bis Sonntag geheim.

Ich weiß ja, wie zuverlässig Kollege Ganter ist, das wird die Sicherheitsabteilung des Landtages bestimmt auch schnell herausfinden. Doch mit dem roten Sicherheitsausweis ist es noch gar nicht getan. Damit kommen wir am Wahlabend ins Abgeordnetengebäude und ins Landesmuseum, wo die Spitzenkandidaten des Landtages auf Einladung der Landespressekonferenz erste Kommentare zum Ergebnis abgeben. Wer zu den Wahlpartys von CDU und FDP will, muss sich gesondert anmelden. Beide Parteien feiern ebenso wie die Grünen außerhalb des Abgeordnetenhauses. Bei der SPD, die im Gebäude bleibt, reicht der Sonderausweis. Das ist doch eine gute Nachricht.

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Karin Dauscher

Über Karin Dauscher

Karin Dauscher (49) beobachtet die Landespolitik seit 2001. Sie hat Rot-Gelb, Rot und Rot-Grün an der Regierung erlebt, die Einführung der Ganztagsschule, den Streit um den Nürburgring und das Ringen um die Energiewende. Nach einem Studium der Germanistik, der Politikwissenschaft und der Vergleichenden Literaturwissenschaft volontierte sie in der Öffentlichkeitsabteilung der BASF und wechselte 1994 zur RHEINPFALZ. Ihr Kürzel: kad

Ein Gedanke zu „Vier Tage: Zuverlässigkeitsgeprüft

  1. Groß Norbert

    Sonntag Abend ist doch nicht Wichtig ! Da sollen sie im eigene Saft schmoren !
    Ab Montag geht’s wieder los……
    Gruß nach Ludwigshafen am Rhein

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