Warum es bei einem Wahlkampftermin um Frauenhintern ging


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Kartoffelbauer, Abgeordneter, Autopannenkurs-Veranstalter:  Johannes Zehfuß. (Archivfoto: Lenz)

Landtagswahlkampf ist, Verzeihung, für den Arsch. Gut, sagen wir’s etwas feiner: fürs Gesäß. Und genauer: fürs Kandidaten-Gesäß. Dem will sein jeweiliger Besitzer schließlich eine Sitzgelegenheit im Landtag verschaffen. Trotzdem haben Wahlkämpfer noch andere Allerwerteste im Kopf. Der CDU-Abgeordnete Johannes Zehfuß aus dem Rhein-Pfalz-Kreis zum Beispiel denkt auch an Frauenhintern. Und daran, wie sie unbeschadet eine Reifenpanne auf der Autobahn überstehen.

Vor ein paar Tagen hat er mit der Frauen-Union im heimischen Böhl-Iggelheim einen Kurs abgehalten, bei dem Autofahrerinnen übers richtige Verhalten im Unfall-Fall aufgeklärt wurden. Dafür ist Zehfuß genau der richtige Mann. Liegengebliebene Kleinwagen kann sich der 1,88 Meter große und stabil gebaute Kartoffelbauer mit Händen im Tennisschlägerformat vermutlich einfach unter den Arm klemmen und in die nächste Werkstatt tragen. Zur Not rückt er aber auch mit Blaulicht und schwerem Gerät an, schließlich ist er bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Aber der 57-Jährige kann ja nicht immer und überall sein. Die Teilnehmerinnen seines Kurses haben zum Beispiel gelernt: Bei der Reifenpanne auf einer viel befahrenen Autobahn kann es sinnvoll sein, bis zum nächsten Rastplatz weiterzurumpeln. Das ruiniert dann zwar die Felge, aber die kann man für gar nicht mal so viel Geld ersetzen. Im Gegensatz zum von herandonnernden Lastwagen bedrohten Autofahrerinnen- (oder Autofahrer-)Gesäß.

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Christoph Hämmelmann

Über Christoph Hämmelmann

Ursprünglich kannte er nur Landtagswahlen, bei denen immer dieselbe Partei gewinnt: Der 38-Jährige ist als bayerischer Staatsbürger aufgewachsen, hat in Würzburg Theologie studiert. Seit 2003 schreibt er für die RHEINPFALZ. Redakteur war er in den Lokalredaktionen Frankenthal und Ludwigshafen, seit 2014 gehört er zum pfalzweit zuständigen Team des Ressorts „Südwestdeutsche Zeitung“.

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