Archiv für den Autor: Arno Becker

Arno Becker

Über Arno Becker

Geboren 1957 im Landkreis Kusel. Studium (Politikwissenschaft, öffentliches Recht) in Mainz. Hat bei der RHEINPFALZ volontiert und unter anderem in der Wirtschaftsredaktion und als Chef der Lokalredaktion Neustadt gearbeitet. Seit 2007 als Leiter des Mainzer Büros Beobachter der Landespolitik.

Nach der Wahl ist vor der Wahl


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Die Wahlurnen sind in den Kellern verschwunden. Die Parteien feiern Erfolge oder lecken die Wunden. Wahlsiegerin Malu Dreyer versucht, eine Regierungskoalition zu bilden. Die Wahlplakate sind abgehängt oder verblassen an Bäumen und Laternenmasten. Kurzum: Die Landtagswahl ist vorbei. Vergessen sind die meisten Slogans auf den Wahlplakaten und vergessen auch so mancher böse Satz, den die Kontrahenten im Eifer des Gefechts formuliert haben.

Alles ist nicht vergessen. In der morgigen Printausgabe der RHEINPFALZ erinnere ich an den einen oder anderen flotten Spruch: Wissen Sie noch, dass die Hühner am Abend gezählt werden? Ist Ihnen klar, dass ein Angstgegner am Sonntagabend zum Wunschpartner geworden ist? Manchmal reden Politiker wie Fußballtrainer: Das Trikot schwitzt nicht von alleine. Nach der Wahl ist vor der Wahl. Und diese ist spätestens im März 2021.

Mit heißen Reifen


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Gestern hat mein Chefredakteur Michael Garthe den ganzen Tag lang Malu Dreyer im Wahlkampf beobachtet. Von morgens bis in den späten Abend hinein, mit dem Auto hinterher. Das ist anstrengend. Gestern Abend hat mein Chef an dieser Stelle darüber geschrieben. Heute ist er mit Julia Klöckner unterwegs. Die Herausforderin  von der CDU ist ja eher noch quirliger als die SPD-Ministerpräsidentin. „Hoffentlich kann ich mithalten“, hat mein Chef formuliert.

Das erinnert mich an einem Tag im April 2010. Weiterlesen

Eher ein Unentschieden


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Das war sie also, die mit Spannung erwartete SWR-Fernsehdebatte der beiden Kandidatinnen Malu Dreyer und Julia Klöckner. Keine zehn Minuten war die Sendung zu Ende, schon suchten die Bewerberinnen um das Amt der Ministerpräsidentin den Kontakt mit den zahlreichen Journalisten, die das Duell im Funkhaus des SWR verfolgt hatten. Weiterlesen

Plus und Minus am Ende der Wahlperiode


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Es sind keine drei Wochen mehr bis zum Wahltag. Das ist Anlass für einen Blick auf die zurückliegende Wahlperiode. Seit 2011 regieren SPD und Grüne in Mainz gemeinsam, zuerst unter Ministerpräsident Kurt Beck, seit Januar 2013 unter seiner Nachfolgerin Malu Dreyer.

Es ist die erste rot-grüne Koalition in der Geschichte des Landes. Sie hat einiges bewegt, aber die Welt nicht aus den Angeln gehoben. Vor allem jedoch hat Rot-Grün recht reibungslos funktioniert und nach dem Nürburgring-Desaster, das seinen Ursprung schon vor 2011 hatte, keine neuen Skandale mehr produziert. Auch die CDU-Opposition war frei von Skandalen. Vorbei die Zeit der internen Querelen, des CDU-Finanzskandals oder der Polizeidatenaffäre.

Genau wie vor fünf Jahren ziehen meine Kollegin Karin Dauscher und ich am Ende der Wahlperiode Bilanz – Bilanz der Arbeit von Regierung und Opposition. Um Ministeranklagen oder um Untersuchungsausschüsse geht es diesmal nicht, aber um mehr inhaltliche Arbeit im Landtag. Aus Sicht des Wählers ist das gut. Mehr über „Plus und Minus“ in dieser Wahlperiode lesen Sie morgen in der Printausgabe der RHEINPFALZ.

Der Wahl-O-Mat, Klöckner und die SPD


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Seit heute Mittag steht der Wahl-O-Mat im Internet. Er ist ein Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung, das Appetit machen soll auf die Landtagswahl am 13. März. 38 landespolitische Aussagen findet der Nutzer dort. Er kann jeder dieser Thesen zustimmen, sie ablehnen oder einfach auf „neutral“ klicken. Schon steht zum Abruf bereit, wie viel oder wie wenig die eigenen Positionen mit den Standpunkten der Parteien übereinstimmen. Als Wahlempfehlung sollte das niemand verstehen, aber eine gute Orientierung ist das Spiel am Wahl-O-Mat allemal.

Den amtierenden Fraktionsvorsitzenden aus dem Landtag hat der Politik-Rechner heute Mittag zunächst einmal Lampenfieber bereitet. Weiterlesen

Schwärmen für Malu Dreyer


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Schwärmen Sie auch für Malu Dreyer? Nein, nicht das Schwärmen, an das Sie jetzt vielleicht denken, ist gemeint, dieses Empfinden von Sympathie, das sich bis Anhimmeln steigern kann. Ausschwärmen ist gemeint. Heute Mittag schwärmten hochmögende Menschen für Malu Dreyer aus. Eine „Ausschwärm-Aktion“ wurde gestartet, wie der SPD-Landesverband erstmals am vergangenen Donnerstag wissen ließ. Weiterlesen

Malu lässt die Narren sprechen


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Eigentlich sollte heute mit dem politischen Aschermittwoch die heiße und laute Phase des Wahlkampfs beginnen. Das ist die Zeit, in der die Kontrahenten der einzelnen Parteien gerne auch etwas heftiger aufeinander losgehen. Am diesjährigen Aschermittwoch soll es allerdings noch ruhig und gesittet bleiben. Das sagen alle. Die Zurückhaltung sei den Opfern des Zugunglücks in Oberbayern geschuldet.

Also enthält sich auch Wahlkämpferin Malu Dreyer an diesem Aschermittwoch barscher Töne. Sie Pflege ohnehin einen ganz anderen Stil als ihre Herausforderin Julia Klöckner, sagt die SPD-Frau beim Heringsessen in der Staatskanzlei. Dreyer stehe für Zusammenhalt, sagt sie: „Ich spalte nicht.“

Und was ist Klöckner-Stil? Die Journalisten wollen es von der Wahlkämpferin Dreyer hören. Weiterlesen