Archiv für den Autor: Michael Garthe

Michael Garthe

Über Michael Garthe

1958 in Speyer geboren, Herzblut-Pfälzer, nicht nur Politikwissenschaftler, sondern „homo politicus“ aus Überzeugung. Seit 1994 Chefredakteur der RHEINPFALZ. Er sagt: „Wählen ist Bürgerpflicht.“

Das RHEINPFALZ-Wahlblog schließt


Von

Wählengehen sei Bürgerpflicht, haben wir zum Auftakt des Wahlzeit-Blogs der RHEINPFALZ am 1. Februar 2016 geschrieben. Pflicht einer Tageszeitung ist es, die Menschen in ihrem Verbreitungsgebiet möglichst aktuell und umfassend zu informieren, vor allem auch über das (gesellschafts-)politische Leben. Je attraktiver das gelingt, umso größer ist die Aufmerksamkeit der Leser und Nutzer.

Unser Wahlzeit-Blog hat dazu beigetragen, Aufmerksamkeit für die Wahl zu wecken. 200 Beiträge haben wir hier geschrieben und damit viele Kommentare ausgelöst. Unterhaltend und informativ haben wir unsere Texte angelegt, mal mit einem Augenzwinkern, mal etwas provozierend, mal mit überraschenden Verbindungen zu ganz anderen Themen. Wir haben es geschafft, damit auch junge Menschen anzusprechen und bei ihnen für Gesprächsstoff zu sorgen.

Die Landtagswahl ist gelaufen. Das neue Parlament wird ganz anders zusammengesetzt sein als das alte. Die Regierungsbildung wird nicht einfach und noch einige Zeit dauern. In der gedruckten und in der digitalen RHEINPFALZ werden wir Sie darüber auf dem Laufenden halten.

Herzlichen Dank an alle Redaktionsmitglieder, die sich am Blog beteiligt haben. Herzlichen Dank an alle Leserinnen und Leser und alle Kommentatoren. Uns hat es großen Spaß gemacht.

Hiermit schließe ich das RHEINPFALZ-Wahlzeitblog.  Zum Nachlesen bleibt „Wahlzeit“ noch ein paar Wochen erhalten auf der Übersichtsseite zur Landtagswahl auf der RHEINPFALZ-Internetseite.

Wir haben es geschafft


Von

23.55 Uhr. Alles „im Kasten“. Die Wahlausgabe der RHEINPFALZ ist fertig. Die Druckplatten werden gerade auf die Zylinder der Druckmaschine aufgespannt. Punkt 24 Uhr ertönt eine Hupe und dann laufen die Maschinen an. Etwa 220 000 Exemplare werden in den kommenden Stunden gedruckt, von Oggersheim hinaus in die Pfalz gefahren und dann von den Zustellern verteilt.

Sie bekommen morgen früh eine RHEINPFALZ mit einer strahlenden Malu Dreyer im Titelfoto. Es gibt zwei Blickpunktseiten zu den drei Landtagswahlen und vier Sonderseiten „So hat die Pfalz gewählt“ mit sämtlichen Wahlkreisergebnissen für die Pfalz und Kommentaren von unseren Lokalredakteuren dazu. Auf Seite 2 gibt es Leitartikel und zwei Kommentare zu den drei Wählen, außerdem einen Bericht unseres Türkei-Korrespondenten über den furchtbaren Terroranschlag in Ankara.

In jeder unserer zwölf Lokalausgaben gibt es Ergebnisse aus den Stimmbezirken und Berichte über die Sieger und Verlierer in den Wahlkreisen.

Wir haben es also geschafft für heute. Es war eine tolle Leistung meines Teams in Ludwigshafen in den Ressorts und draußen in den Lokalredaktionen. Ich sage auch an dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön für diesen großen Einsatz. Und jetzt gibt es zur Belohnung noch ein kühles Bier oder einen frischen Riesling.

 

Alles im grünen Bereich


Von

Bei den Grünen wechselt das Zittern um den Wiedereinzug  in den Landtag allmählich in die Gewissheit, ganz knapp die Fünf-Prozent-Hürde geschafft zu haben. Damit ist die letzte Ungewissheit dieses Wahlabends beseitigt.  Bei uns hier in der Redaktion ist  alles im grünen Bereich. Die Ergebnisse aus den Stimmbezirken laufen vollständig ein. Im Moment spricht alles dafür, dass wir pünktlich und mit allen Ergebnissen andrucken können um 24 Uhr und Sie morgen eine topaktuelle, sorgfältig erstellte RHEINPFALZ lesen können. Die drei Landtagswahlen werfen aber viele weitere Fragen auf. Sie werden uns in den kommenden Tagen noch sehr beschäftigen.

Klare Sache


Von

Keine Zitterpartie in Rheinland-Pfalz. Das Ergebnis ist klarer, als es die Umfragen vor der Wahl andeuteten. Malu Dreyer ist die Siegerin des Duells mit Julia Klöckner. Der künftige Landtag hat fünf Parteien: Die AfD ist auf Anhieb drittstärkste Fraktion. Die FDP lässt die Grünen hinter sich. Offen ist die Frage, mit welcher Koalition Malu Dreyer künftig regieren wird.

Das deutliche Ergebnis macht es uns Zeitungsleuten viel einfacher als eine lange Zitterpartie bis in den späten Abend. Unsere Wahlberichterstatter sind in der ganzen Pfalz, in Mainz und in Berlin unterwegs, fangen Stimmen ein beginnen zu schreiben. Auch ich kann mich bald an den Leitartikel setzen mit dem Meinungsangebot der RHEINPFALZ zur Landtagswahl, den Sie dann morgen auf Seite 2 lesen können.

 

 

Wir sind bereit


Von

Es ist die fünfte Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, die ich als RHEINPFALZ-Redakteur journalistisch beobachte. Keine war politisch so spannend wie die heute. Für uns Redakteure wächst die Anspannung auch dann noch, wenn längst stabile Hochrechnungen vorliegen. Bekommen wir wirklich alle Zahlen, um die vorbereiteten Tabellen füllen zu können? Unser Chef vom Dienst, Peter Leister, hat mit seinem Team seit Wochen alles akribisch vorbereitet. Sie können das ja hier in seinem Blog-Beitrag nachlesen. Sind die Ergebnisse in den Wahlkreisen so rechtzeitig da, dass unsere Wahlberichterstatter  in den Lokalredaktionen die dortigen Spitzenkandidaten nach ihrer Einschätzung befragen und profunde Kommentare schreiben können? Können wir die Politikseiten so gestalten, wie wir es geplant haben, oder passiert heute irgendwo auf der Welt etwas so Bedeutsames, dass wir alles umbauen müssen? Weiterlesen

Julia mag Schwarz-Gelb


Von

Dass Malu Dreyer doch Schwarz-Rot mag, wissen Sie ja nun. Allerdings bevorzugt sie das nicht als Koalition aus Parteien. Die kann man ja nicht essen. Sie mag am liebsten schwarz-rote Schwarzwälder Kirschtorte (aber bitte mit Sahne). Die Reportage in der heutigen RHEINPFALZ, in der das mit Malus Kuchen-Liebe für Schwarz-Rot steht, hat aber auch sonst für einige Aufregung gesorgt. Die Überschrift „Die Malu gewinnt – zu 99 Prozent“ empfanden einige Leser als Beleg dafür, wie rot die RHEINPFALZ sei. „Pure Manipulation“ sei das, beschimpfte eine Leserin am Telefon meine Sekretärin. Auch das Wort des Jahres von der Lügenpresse fiel gleich mehrmals in Mails an mich. Die Überschrift ist das wörtliche Zitat einer Besucherin der Wahlkampfveranstaltung von Malu Dreyer in Morbach im Hunsrück. Es gibt die Stimmung auf dieser Veranstaltung symbolhaft wieder. Aus dem Text geht das alles auch hervor.

Mir ist ja schon Angst und Bange vor morgen. Da steht die Reportage über den Wahlkampf von Julia Klöckner in der Zeitung. Und die Überschrift  ist wieder ein Zitat von einem ganz normalen Bürger. Obwohl doch manche Leser meinen, so etwa gehöre nicht in die Zeitung. Weiterlesen

Malu mag doch Schwarz-Rot


Von

Eine große Koalition aus SPD und CDU mag Malu Dreyer nicht, schon gar nicht unter der Führung der Union. Das hat sie am vergangenen Freitagmorgen nochmal beteuert. Schwarz-Rot, das läuft mit der jetzigen Ministerpräsidentin nicht. Wenn gar nichts anderes gehen sollte nach dem kommenden Wahlsonntag, dann muss halt Schwarz-Rot ohne Dreyer gezimmert werden. Dabei hat die Malu doch gar nichts gegen Schwarz-Rot, zumindest wenn es um Kuchen geht.  Schwarzwälder Kirsch ist nämlich ihre Lieblingstorte. Das hat Sie mir am vergangenen Donnerstag in der Konditorei ihres Vertrauens in Trier verraten. Arg viel verspeist sie von dieser Kalorienbombe allerdings nicht. Sonst wäre sie nicht so energiegeladen und fit.

Morgen können Sie in der RHEINPFALZ lesen, was ich mit Malu Dreyer auf ihrer Wahlkampftour an der Mosel und im Hunsrück erlebt und über sie erfahren habe. Und wenn Sie auch noch wissen wollen, welches der Lieblingskuchen von Julia Klöckner ist, dann müssen Sie am Dienstag die RHEINPFALZ lesen. Nur so viel sei verraten: Der hat mehr mit Gelb zu tun.

Julia Klöckner im Schneegestöber


Von

Warum stellen sich Politiker im Schneegestöber und bei Minusgraden auf einen Parkplatz und machen Wahlkampf? Da kommt doch keiner hinterm warmen Ofen hervor. Denkste! Als Julia Klöckner gestern Nachmittag mit ihrem Wahlkampftour-Bus auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes in Emmelshausen im Hunsrück ankam, warteten so etwa 30 Leute auf sie. Und als sie dann unterm Dach eines Minizeltes stand, kamen immer mehr Menschen dazu. Der Wind pfiff so eisig, wie wir Pfälzer es überhaupt nicht gewohnt sind. Schneeflocken sausten um die Köpfe. Man spannte ein Dach aus Schirmen, Klöckner zog Handschuhe an, und dann entwickelte sich eine kontroverse Diskussion über die Notwendigkeit einer Brücke im Mittelrheintal.

Ein dem äußeren Anschein nach eher alternativer Mann forderte mit seinen Fehlinformationen über die finanziellen Leistungen für Flüchtlinge den energischen Widerspruch der CDU-Spitzenkandidatin heraus. Nicht mal nach einer halben Stunde machte irgendjemand Anstalten, das Weite, besser: das Warme zu suchen. Als Mensch aus der Toskana Deutschlands muss man sowas nicht verstehen. Die Hunsrücker sind gerade  mal 120 Kilometer von uns entfernt. Mir scheint es aber so, dass sie mühelos auch in Sibirien (über-)leben könnten. Weiterlesen

Auf Tour mit Julia Klöckner


Von

23.45 Uhr, Zell an der Mosel. Der Tag mit Malu Dreyer ist geschafft. Ich bin geschafft. Sieben Termine von 9 Uhr bis 22.15 Uhr. 250 Kilometer Autofahrt mit Schnee, Regen und Glätte. Winterwahlkampf Anfang März. Was ich beobachtet und erlebt habe, können Sie am kommenden Montag in der RHEINPFAZ lesen. Für heute nur so viel: Die Ministerpräsidentin hat Stehvermögen. Sie ist fit. Ihre Wahlkampfrede am Abend war energiegeladener als die am Nachmittag. Nun gut, sie ist ein paar Jährchen jünger als ich. Trotzdem: Hut ab vor solcher Kondition. Alles Gerede und Geraune über Malu Dreyers MS-Erkrankung ist nichts anderes als üble Diskriminierung. Weiterlesen

Sieben mal Dreyer


Von

Liebe Blog-Leserinnen und -Leser, lieber Kollege Hämmelmann,

23.30 Uhr, meine Blog-Zeit! Komme gerade von einer großartigen Wahl, der RHEINPFALZ-Sportlerwahl in Kaiserslautern. Leser der Pfälzischen Volkszeitung, das ist die Lauterer Ausgabe der RHEINPFALZ, wählen einmal im Jahr Sportlerin, Sportler und Mannschaft des Jahres aus Stadt und Kreis Kaiserslautern. Heute wurden die Bestplatzierten in der Kammgarn geehrt. Ich durfte das moderieren. Bei so großartigen Sportlerinnen und Sportlern ein Vergnügen (in der Lauterer Ausgabe ist das am Donnerstag in Print oder digital in der App alles nachzulesen). Jetzt sitze ich im Hotel in Trier. Wer hat eigentlich gesagt, es gäbe keine Winter mehr? Bin im heftigen Schneeregen und hinter einem Streufahrzeug hierher gekommen. Nichts für ungeduldige Menschen wie mich. Weiterlesen