Archiv für den Autor: Yannika Hecht

Yannika Hecht

Über Yannika Hecht

Die Volontärin erblickte zwar 1991 in München das Licht der Welt, ist seitdem aber zwölfmal umgezogen. Mit dieser Vergangenheit kann sie gut verkraften, dass die Ausbildung zur Redakteurin bei der RHEINPFALZ einige Redaktionswechsel vorsieht. Zurzeit unterstützt sie die Kollegen im Mainzer Büro und schaut sich dort den Wahlkampf aus der Nähe an. Da sie 2011 in Dortmund Moderation und Journalismus für TV und Radio studierte, wird sie im März erstmalig ein Kreuz in Rheinland-Pfalz setzen. (Foto: Dauscher)

Danke!


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Wir wollten mal Danke sagen. Und haben es auch getan. Morgens, als die Kollegin die Tür aufgehalten hat, nachmittags, als die Sekretärin schon unseren Urlaubsantrag ausgefüllt hat, damit wir es nicht selbst machen müssen und abends, als der Kollege zugesagt hat, das Gegenlesen des letzten Artikels zu übernehmen, damit wir es noch rechtzeitig zum Zug schaffen. Kurz gesagt: Wir sind wieder zum alltäglichen Danke übergegangen; denn mit seinem nächtlichen Danke für die Arbeit der Redaktionen am Wahlsonntag hat unser Chefredakteur Michael Garthe an dieser Stelle den Sack des außergewöhnlichen Dankens zugemacht. Wofür wurde die Tage und Wochen vorher nicht alles gedankt. Für die Bereitschaft, den stressreichen Dienst am Wahlsonntag zu übernehmen, für die Dienste des Programmierers, der es uns ermöglicht hat, saubere Tabellen mit Wahlergebnissen zu veröffentlichen, oder für die Fummelarbeit der Grafiker, die aus schnöden Zahlen hübsche Grafiken gemacht haben.

Doch nicht nur bei uns wurde gedankt. Weiterlesen

Hinter dem Tellerrand liegt der Hunsrück


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Seitdem ich für die RHEINPFALZ schreibe erweitere ich täglich meinen Horizont. Schaue mal hier über meinen Tellerrand, mal da. Aber eine geistige Mauer baute sich in den vergangenen zwei Jahren trotzdem immer weiter auf: Sie beginnt hinter Bobenheim-Roxheim, verläuft über Kirchheimbolanden und endet schließlich in Kusel. Wer jeden Tag für die Pfälzer und über die Pfälzer berichtet, sieht manchmal das Land vor lauter Pfalz nicht mehr. Städte wie Trier und Koblenz waren in der letzten Zeit etwas von meiner Bildfläche verschwunden. Zum Glück brachte sie mir die Landtagswahl zurück und mich dazu, die gewohnten Gefilde zu verlassen. Weiterlesen

Tote Hose in der Landeshauptstadt?


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Jedes Jahr im Herbst geht eine E-Mail an die Volontäre der RHEINPFALZ raus. Darin die Bitte, man möge sich doch schon mal Gedanken über den Urlaub im kommenden Jahr machen. Da der Volontär in seiner zweijährigen Ausbildung mindestens zwölf Redaktionen und Ressorts von innen sieht, will schließlich alles gut geplant sein. Sonderwünsche wie Besuche  der Redaktionen in Mainz oder Berlin sollten ebenfalls rechtzeitig angemeldet werden. So entschied ich mich also im vergangenen Herbst dazu, im Februar zwei Wochen in Mainz zu arbeiten. Ich musste dafür nicht lange überlegen, schließlich ist im Februar – also mittlerweile jetzt – Wahlkampf. Ich versprach mir spannende Termine, aufregende Veranstaltungen und viele neue Erfahrungen.

Kaum in Mainz angekommen,  wurde mir jedoch klar, dass der Bär gerade ganz woanders steppt. Die Wähler, die es zu überzeugen gilt, treiben sich nun mal nicht im Abgeordnetenhaus herum. Während ich also in Mainz sitze, finden Stammtische, Eintopfessen, Infostände und Diskussionsrunden im Rest des Landes statt. Weiterlesen

Es kommt auf die Länge an


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Wegen des Wahlkampfs hätte ich gestern beinahe einen Unfall verursacht. Es geschah auf dem Weg zur Arbeit. Ich fuhr in einem Rush-Hour-Stop-and-Go-Tempo an die Ampel heran und direkt auf die beiden zu; den Mann im Auto vor mir und Helmut Kohl auf der anderen Straßenseite. Ersterer befand sich genau dort, wo er hin gehörte – stehend vor einer roten Ampel. Letzterer befand sich dort, wo er eigentlich überhaupt nichts zu suchen hatte – auf einem Wahlplakat mit dem Schriftzug der Linken. Mein Kollege Andreas Ganter hat sich bereits darüber ausgelassen, warum die Linke mit dem CDU-Mann wirbt, der überlebensgroße Kohl erwischte mich dann aber doch auf dem falschen Fuß. Ich war lange genug verwirrt, um etwas zu spät auf die Bremse zu treten.

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