Hallo Mainz? Haaaallo!?!


Von

In dem Punkt waren sich im Wahlkampf eigentlich alle Parteien einig: Das Internet in Rheinland-Pfalz muss noch schneller werden. Manchmal allerdings funktioniert sogar das Telefonieren nicht so richtig. Die Politiker und ihr Redebedarf scheinen derzeit die Mobilfunknetze in der Landeshauptstadt zu überlasten. Schon vor 18 Uhr habe ich bloß hektisches Hier-stimmt-was-nicht-Tuten bekommen, als ich die Landauer Politikwissenschaftlerin Manuela Glaab erreichen wollte. Sie ist gemeinsam mit RHEINPFALZ-Redakteuren in Mainz, um sich ein eigenes Bild vom Polit-Trubel dort zu machen. Und unsere Abonnenten können morgen lesen, was sie als Expertin über den Zusammenhang von Wahlverhalten und Umfragen denkt.

Mein Kollege Arno Becker wiederum ist umgekehrt mehrfach bei dem Versuch gescheitert, mich anzurufen: Er bekam keine Verbindung ins Netz. Meinen Kollegen Andreas Ganter hingegen habe ich ziemlich problemlos an die Strippe bekommen. Er hat mich dann allerdings selbst wieder abgewürgt: „Ich brauch‘ mein Handy, um mein Auto zu finden.“ Etwas später hat er sich dann wieder gemeldet und mir erklärt: Er war bei der AfD-Wahlparty in Weisenau. Und den Standort seines Wagens konnte er nur mit Hilfe seines Smartphones wiederentdecken. Ob das mehr über den Mainzer Stadtteil oder mehr über seinen Orientierungssinn aussagt, sei dahingestellt.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt am von .
Christoph Hämmelmann

Über Christoph Hämmelmann

Ursprünglich kannte er nur Landtagswahlen, bei denen immer dieselbe Partei gewinnt: Der 38-Jährige ist als bayerischer Staatsbürger aufgewachsen, hat in Würzburg Theologie studiert. Seit 2003 schreibt er für die RHEINPFALZ. Redakteur war er in den Lokalredaktionen Frankenthal und Ludwigshafen, seit 2014 gehört er zum pfalzweit zuständigen Team des Ressorts „Südwestdeutsche Zeitung“.