Julia mag Schwarz-Gelb


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Dass Malu Dreyer doch Schwarz-Rot mag, wissen Sie ja nun. Allerdings bevorzugt sie das nicht als Koalition aus Parteien. Die kann man ja nicht essen. Sie mag am liebsten schwarz-rote Schwarzwälder Kirschtorte (aber bitte mit Sahne). Die Reportage in der heutigen RHEINPFALZ, in der das mit Malus Kuchen-Liebe für Schwarz-Rot steht, hat aber auch sonst für einige Aufregung gesorgt. Die Überschrift „Die Malu gewinnt – zu 99 Prozent“ empfanden einige Leser als Beleg dafür, wie rot die RHEINPFALZ sei. „Pure Manipulation“ sei das, beschimpfte eine Leserin am Telefon meine Sekretärin. Auch das Wort des Jahres von der Lügenpresse fiel gleich mehrmals in Mails an mich. Die Überschrift ist das wörtliche Zitat einer Besucherin der Wahlkampfveranstaltung von Malu Dreyer in Morbach im Hunsrück. Es gibt die Stimmung auf dieser Veranstaltung symbolhaft wieder. Aus dem Text geht das alles auch hervor.

Mir ist ja schon Angst und Bange vor morgen. Da steht die Reportage über den Wahlkampf von Julia Klöckner in der Zeitung. Und die Überschrift  ist wieder ein Zitat von einem ganz normalen Bürger. Obwohl doch manche Leser meinen, so etwa gehöre nicht in die Zeitung.

Was ich eigentlich sagen wollte: Julia Klöckner mag Schwarz-Gelb. Ja, das wissen Sie natürlich, dass die CDU-Spitzenkandidatin gerne mit der FDP koalieren möchte. Wenn das nicht so kommt am Wahlabend, kann sie sich dennoch trösten mit Schwarz-Gelb: mit Marmorkuchen nämlich, den sie so gerne mag. Nur beim Kuchen könnte sie sogar auf das Schwarze mal verzichten. Denn Streuselkuchen liebt sie auch. In der Reportage über Julia Klöckners Wahlkampf, die Sie am Dienstag in der RHEINPFALZ lesen können, geht es freilich um viel mehr als nur ums Gebäck.