Kunst in der Landschaft – kann aber bald weg


Von

Für manche ist alles zu spät: Die Frauen und Männer, die schon fleißig per Briefwahl ihr Votum für die Landtagswahl am 13. März abgegeben haben, sind für die neuen Werbevorstöße der Parteien verloren. Deshalb müssen die letzten Plenarsitzungen des Mainzer Landtages am Mittwoch und Donnerstag für manche Werbestrategen ernüchternd gewesen sein. Im nicht ganz übersichtlichen Eingangsbereich des „Fuchsbaus“, so nennen die Mainzer das Rathaus in Anlehnung an den legendären Oberbürgermeister und Bauherr des Gebäudes, Jockel Fuchs (SPD), waren zeitweise mehr Briefwähler als Abgeordnete unterwegs. Nicht selten folgte einem verzweifelt suchenden Blick die Frage: „Wo ist hier das Briefwahlbüro?“ Ob es den einen oder anderen Abgeordneten gejuckt hat, noch eine letzte Wahlberatung zu geben, ganz persönlich? Ich weiß es nicht. Aber sicher weiß ich, dass die Lenker des Wahlkampfs seit vielen Monaten an den Strategien, den Farben und den Slogans feilen, mit denen sie die Wählerinnen und Wähler von sich überzeugen wollen. Die Plakate, vor allem jene im Großformat, mögen ihnen deshalb wie Kunst in der Landschaft vorkommen. Manche Parteien hängen sogar in drei Wellen immer wieder neue Plakate auf. Wie die nicht immer tiefsinnigen Sprüche auf die Plakate kommen und welche Rolle dabei Namen wie „Gorilla XL“, „Heimat“, „Butter“ oder „Mainzer Ring“ spielen, steht morgen in der RHEINPFALZ.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt am von .
Karin Dauscher

Über Karin Dauscher

Karin Dauscher (49) beobachtet die Landespolitik seit 2001. Sie hat Rot-Gelb, Rot und Rot-Grün an der Regierung erlebt, die Einführung der Ganztagsschule, den Streit um den Nürburgring und das Ringen um die Energiewende. Nach einem Studium der Germanistik, der Politikwissenschaft und der Vergleichenden Literaturwissenschaft volontierte sie in der Öffentlichkeitsabteilung der BASF und wechselte 1994 zur RHEINPFALZ. Ihr Kürzel: kad