Wir haben es geschafft


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23.55 Uhr. Alles „im Kasten“. Die Wahlausgabe der RHEINPFALZ ist fertig. Die Druckplatten werden gerade auf die Zylinder der Druckmaschine aufgespannt. Punkt 24 Uhr ertönt eine Hupe und dann laufen die Maschinen an. Etwa 220 000 Exemplare werden in den kommenden Stunden gedruckt, von Oggersheim hinaus in die Pfalz gefahren und dann von den Zustellern verteilt.

Sie bekommen morgen früh eine RHEINPFALZ mit einer strahlenden Malu Dreyer im Titelfoto. Es gibt zwei Blickpunktseiten zu den drei Landtagswahlen und vier Sonderseiten „So hat die Pfalz gewählt“ mit sämtlichen Wahlkreisergebnissen für die Pfalz und Kommentaren von unseren Lokalredakteuren dazu. Auf Seite 2 gibt es Leitartikel und zwei Kommentare zu den drei Wählen, außerdem einen Bericht unseres Türkei-Korrespondenten über den furchtbaren Terroranschlag in Ankara.

In jeder unserer zwölf Lokalausgaben gibt es Ergebnisse aus den Stimmbezirken und Berichte über die Sieger und Verlierer in den Wahlkreisen.

Wir haben es also geschafft für heute. Es war eine tolle Leistung meines Teams in Ludwigshafen in den Ressorts und draußen in den Lokalredaktionen. Ich sage auch an dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön für diesen großen Einsatz. Und jetzt gibt es zur Belohnung noch ein kühles Bier oder einen frischen Riesling.

 

Die große Durchreiche


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Das ist hart. Fünf bisherige Landtagsabgeordnete aus der Pfalz haben gestern Abend den Wiedereinzug in den Landtag nicht mehr geschafft. Aus und vorbei! Getroffen hat es bei der SPD Bernhard Kukatzki (Schifferstadt) und Walter Feiniler (Speyer). Beide waren im Verlauf der abgelaufenen Legislaturperiode als Nachrücker in den Landtag gekommen und wollten es diesmal aus eigener Kraft schaffen. Das ist fehlgeschlagen.

Ebenso aus dem Landtag geflogen sind bei den Grünen Ruth Ratter (Deidesheim) und Fred Konrad (Käshofen, Kreis Südwestpfalz). Bei der CDU hat es Marcus Klein (Steinwenden, Kreis Kaiserslautern) nicht mehr geschafft. Der stand zwar auf Listenplatz 24 gar nicht so schlecht. Denn die CDU stellt künftig 35 Abgeordnete. Doch Klein hatte schon so gegen 20 Uhr kein gutes Gefühl: Weiterlesen

Alles im grünen Bereich


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Bei den Grünen wechselt das Zittern um den Wiedereinzug  in den Landtag allmählich in die Gewissheit, ganz knapp die Fünf-Prozent-Hürde geschafft zu haben. Damit ist die letzte Ungewissheit dieses Wahlabends beseitigt.  Bei uns hier in der Redaktion ist  alles im grünen Bereich. Die Ergebnisse aus den Stimmbezirken laufen vollständig ein. Im Moment spricht alles dafür, dass wir pünktlich und mit allen Ergebnissen andrucken können um 24 Uhr und Sie morgen eine topaktuelle, sorgfältig erstellte RHEINPFALZ lesen können. Die drei Landtagswahlen werfen aber viele weitere Fragen auf. Sie werden uns in den kommenden Tagen noch sehr beschäftigen.

Unentschieden bis in letzter Minute


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Warum nur so kompliziert? Jede Menge Spitzenkandidaten sind heute in ihrem jeweiligen Wohnort an die Urne marschiert:  Julia Klöckner (CDU) um 10.30 Uhr in Bad Kreuznach, Malu Dreyer (SPD) um 11 Uhr in Trier, Daniel Köbler (Grüne) um 11 Uhr in Mainz, Jochen Bülow (Linke) um 11 Uhr in Niederwambach, Volker Wissing um 11 Uhr in Barbelroth, Eveline Lemke (Grüne) um 12.30 Uhr in Sinzig. Dabei wären sie alle doch klassische Briefwähler. Sie waren in den vergangenen Tagen so gut wie nie daheim, und am Wahltag haben sie auch schon wieder berufliche Verpflichtungen: Seit dem Nachmittag dürften sie allesamt wieder in Mainz sein. Eigentlich gibt es für ihren Verzicht auf die praktische Briefwahl nur eine denkbare Erklärung: Sie konnten sich wirklich erst in allerletzter Minute entscheiden, bei welcher Partei sie ihr Kreuz machen. Oder?

Von wegen: Schampus und Kaviar


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Ohne Mampf kein Kampf – das ist so ziemlich die einzige Weisheit, die ich aus meiner Bundeswehrzeit noch im Gedächtnis habe. Der (Wahl-) Kampf der Parteisoldaten ist vorbei. Ab morgen stehen die nächsten Schlachten an. Dann geht es darum, wer mit wem und wer mit wem auf keinen Fall, aber dann doch vielleicht  … Sie wissen schon. Aber das steht, wie gesagt, erst morgen an. Heute feierten die Parteien mehr (SPD, AfD, FDP) oder weniger (CDU, Grüne, Linke) das Ende des Wahlkampfs. Neben diversen Getränken hatten sich die Organisatoren auch kulinarisch so einiges einfallen lassen. Oder auch nicht.

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Hallo Mainz? Haaaallo!?!


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In dem Punkt waren sich im Wahlkampf eigentlich alle Parteien einig: Das Internet in Rheinland-Pfalz muss noch schneller werden. Manchmal allerdings funktioniert sogar das Telefonieren nicht so richtig. Die Politiker und ihr Redebedarf scheinen derzeit die Mobilfunknetze in der Landeshauptstadt zu überlasten. Weiterlesen

Lassen Sie uns über Stifte reden. Jetzt.


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Manchmal muss man sich als Journalist unbeliebt machen. Etwa, wenn man mitten in der Auszählphase – also jetzt –  gestresste Beamte (ja, so etwas gibt es!) anruft und mit ihnen über Stifte reden will. Besorgte Bürger haben sich im Laufe des Tages auch bei der RHEINPFALZ beschwert: Sie hätten ihr Kreuz mit Bleistift machen müssen. Das könnte jetzt ausradiert und heimlich an eine andere Stelle gesetzt werden. Skandal? Tatsächlich steht in der Landeswahlordnung: „In der Wahlkabine soll ein nicht radierfähiger Schreibstift bereitliegen.“ Weiterlesen

Klare Sache


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Keine Zitterpartie in Rheinland-Pfalz. Das Ergebnis ist klarer, als es die Umfragen vor der Wahl andeuteten. Malu Dreyer ist die Siegerin des Duells mit Julia Klöckner. Der künftige Landtag hat fünf Parteien: Die AfD ist auf Anhieb drittstärkste Fraktion. Die FDP lässt die Grünen hinter sich. Offen ist die Frage, mit welcher Koalition Malu Dreyer künftig regieren wird.

Das deutliche Ergebnis macht es uns Zeitungsleuten viel einfacher als eine lange Zitterpartie bis in den späten Abend. Unsere Wahlberichterstatter sind in der ganzen Pfalz, in Mainz und in Berlin unterwegs, fangen Stimmen ein beginnen zu schreiben. Auch ich kann mich bald an den Leitartikel setzen mit dem Meinungsangebot der RHEINPFALZ zur Landtagswahl, den Sie dann morgen auf Seite 2 lesen können.

 

 

Rückwärts vom Hof


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Was für ein Auftakt für einen Wahlabend: Das Buffet und ich, wir sind vorhin praktisch gleichzeitig in der Redaktion eingetroffen. Das Auto mit dem Futter an Bord ist von unserem Chef von Dienst persönlich auf den Hof gewunken worden. Das Auto mit mir am Bord musste sich rückwärts wieder rausfädeln: Alles voll. Vielleicht gründet mein Wagen ja eine Selbsthilfegruppe mit den Autos von ein paar bisherigen CDU- und Grünen-Abgeordneten, die demnächst in Mainz keinen Stellplatz mehr haben.