Schwärmen für Malu Dreyer


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Schwärmen Sie auch für Malu Dreyer? Nein, nicht das Schwärmen, an das Sie jetzt vielleicht denken, ist gemeint, dieses Empfinden von Sympathie, das sich bis Anhimmeln steigern kann. Ausschwärmen ist gemeint. Heute Mittag schwärmten hochmögende Menschen für Malu Dreyer aus. Eine „Ausschwärm-Aktion“ wurde gestartet, wie der SPD-Landesverband erstmals am vergangenen Donnerstag wissen ließ.

In Mainz trafen sich das Präsidium der Bundes-SPD und das Präsidium der Landes-SPD. Danach schwärmte die sozialdemokratische Bundes-Prominenz aus, um rheinland-pfälzische Wahlkreiskandidaten und damit Malu Dreyer beim Kampf um Wählerstimmen zu unterstützen. So richtig weit aus der Landeshauptstadt in die Provinz vordringen wollten die führenden Genossen allerdings nicht. Der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel, Generalsekretärin Katarina Barley und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz schwärmten gar nicht erst über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus. Die Düsseldorfer Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Parteichef Sigmar Gabriel schafften es immerhin bis nach Ingelheim beziehungsweise bis nach Alzey. Allein Bundes-Vize Ralf Stegner fuhr bis ins pfälzische Maxdorf, zurück zu seinen Wurzeln sozusagen. In Maxdorf nämlich ist der Wahl-Schleswig-Holsteiner aufgewachsen.

Wie sehr Malu Dreyer für die Unterstützung der Spitzengenossen schwärmt, ist nicht bekannt. Furchtbar heftig wird es wohl eher nicht sein, ist doch zuweilen bei den rheinland-pfälzischen SPD-Leuten ein wenig Frust zu spüren, weil die Umfragen kaum Rückenwind von der Bundes-SPD verheißen. Aber bei Ausschwärm-Aktionen muss einem das egal sein.

spd-Präsidium

Bereit zum Ausschwärmen: Das SPD-Präsidium tagte heute in Mainz – das war als Wahlkampfhilfe für Malu Dreyer gedacht. (Foto: dpa)

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Arno Becker

Über Arno Becker

Geboren 1957 im Landkreis Kusel. Studium (Politikwissenschaft, öffentliches Recht) in Mainz. Hat bei der RHEINPFALZ volontiert und unter anderem in der Wirtschaftsredaktion und als Chef der Lokalredaktion Neustadt gearbeitet. Seit 2007 als Leiter des Mainzer Büros Beobachter der Landespolitik.