Unentschieden bis in letzter Minute


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Warum nur so kompliziert? Jede Menge Spitzenkandidaten sind heute in ihrem jeweiligen Wohnort an die Urne marschiert:  Julia Klöckner (CDU) um 10.30 Uhr in Bad Kreuznach, Malu Dreyer (SPD) um 11 Uhr in Trier, Daniel Köbler (Grüne) um 11 Uhr in Mainz, Jochen Bülow (Linke) um 11 Uhr in Niederwambach, Volker Wissing um 11 Uhr in Barbelroth, Eveline Lemke (Grüne) um 12.30 Uhr in Sinzig. Dabei wären sie alle doch klassische Briefwähler. Sie waren in den vergangenen Tagen so gut wie nie daheim, und am Wahltag haben sie auch schon wieder berufliche Verpflichtungen: Seit dem Nachmittag dürften sie allesamt wieder in Mainz sein. Eigentlich gibt es für ihren Verzicht auf die praktische Briefwahl nur eine denkbare Erklärung: Sie konnten sich wirklich erst in allerletzter Minute entscheiden, bei welcher Partei sie ihr Kreuz machen. Oder?

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Christoph Hämmelmann

Über Christoph Hämmelmann

Ursprünglich kannte er nur Landtagswahlen, bei denen immer dieselbe Partei gewinnt: Der 38-Jährige ist als bayerischer Staatsbürger aufgewachsen, hat in Würzburg Theologie studiert. Seit 2003 schreibt er für die RHEINPFALZ. Redakteur war er in den Lokalredaktionen Frankenthal und Ludwigshafen, seit 2014 gehört er zum pfalzweit zuständigen Team des Ressorts „Südwestdeutsche Zeitung“.