Eine gute Nachricht


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70,4. Ist das nicht die eigentliche Gewinner-Zahl der Landtagswahl? 70,4 Prozent der wahlberechtigten Rheinland-Pfälzer haben ihre Stimme abgegeben.

Das bedeutet: 70,4 Prozent dieser Leute haben sich mindestens einen kurzen Moment lang Gedanken darüber gemacht, wohin sie ihr Kreuzchen setzen. 70,4 Prozent der Menschen haben sich am Sonntag bewusst auf den Weg ins Wahllokal gemacht oder bereits Tage vorher per Briefwahl gewählt. Und sie alle haben verstanden, dass Wählen sie angeht. Und eben auch Landespolitik sie angeht. So hoch war die Wahlbeteiligung seit 1996 nicht mehr.

2,16 Millionen Rheinland-Pfälzer haben in diesem Jahr ihre Stimme abgegeben. Das waren knapp 253.000 mehr, als vor fünf Jahren, wie man in den Analysen des Statistischen Landesamtes nachlesen kann. Den höchsten Wählerzuwachs gibt es landesweit übrigens in der Stadt Speyer und im Landkreis Birkenfeld mit einer um 10,8 Prozentpunkten höheren Wahlbeteiligung als bei der vergangenen Landtagswahl.

Jedes Wahlergebnis sagt etwas aus. Über die, die es produzieren. Also über uns. Das Ergebnis muss deshalb diskutiert, vor allem auch analysiert werden. Das werden wir in den nächsten Tagen weiterhin machen. Auch heute lesen Sie mehrere Artikel unserer Redakteure dazu in der gedruckten RHEINPFALZ, in der App, oder online.

Manche Leute haben das Gefühl, die Medien berichten immer nur über Sensationen und schlechte Nachrichten. Ich finde: 70,4 Prozent – das ist eine gute Nachricht!

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Rebekka Sambale

Über Rebekka Sambale

1989 geboren, hat wohnortbedingt ihre Kreuzchen bei Landtagswahlen bislang nur in Baden-Württemberg und in Niedersachsen gesetzt. Neben Politikwissenschaft hat die RHEINPFALZ-Volontärin auch Musikwissenschaft studiert und die Erfahrung gemacht: So mancher Wahlkampf hat mehr leise Zwischentöne als die längste Sinfonie.