Polit-Geschunkel bei „Mainz bleibt Mainz“


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In Wahlkampfjahren steigt die Promiquote bei der Fernsehfasnacht „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ rapide an. Sitzungspräsident Andreas Schmitt wird morgen genaue Anweisungen aus der Regie erhalten, wann er wen zu begrüßen hat. Nur das „Wie“ bestimmt er selbst.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ihr Mann Klaus Jensen haben aus der SPD-Bundesprominenz Außenminister Frank Walter Steinmeier, Arbeitsministerin Andrea Nahles und SPD-Generalsekretärin Katarina Barley zum mitschunkeln eingeladen. Mit dabei sind auch der Mainzer Innenminister und SPD-Landeschef Roger Lewentz und SPD-Fraktionschef Alexander Schweitzer.

Von den Grünen sind an Dreyers Tisch die Ministerinnen Eveline Lemke und Irene Alt sowie Fraktionschef Daniel Köbler. Allerdings heißt es von den Grünen, dass auch die Bundesvorsitzende der Partei, Simone Peter, und die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner in der Sitzung sein werden. Offenbar aber an einem anderen Tisch. Wer bei dieser Veranstaltung die Tischkärtchen verteilen muss, hat sicher viele Anrufe und ist um die Aufgabe nicht zu beneiden.

Zur Entourage von Politikern bei der Fernsehfasnacht gehören immer auch Nicht-Politiker. In Dreyers Nähe sitzt dieses Jahr Modedesigner Harald Glööckler aus Kirchheim bei Grünstadt. Darf man sagen, dass er in gewisser Weise dekorative Zwecke erfüllt? Der Zweibrücker Raphael Holzdeppe, Vizeweltmeister im Stabhochsprung, und Fußballweltmeisterin Celia Sasic haben wegen ihrer sportlichen Leistungen die Ehre.

Dreyers Herausforderin um das Ministerpräsidentinnen-Amt, CDU-Chefin Julia Klöckner, lädt aus der CDU-Prominenz Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ein, außerdem den Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach, den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und den CDU-Landeschef aus Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet. Beim dreifach donnernden Helau rufen auch mit: der Pfälzer CDU-Chef Christian Baldauf und die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse. Außerdem ist die Solwodi-Vorsitzende Lea Ackermann dabei und – FDP-Landeschef Volker Wissing.

Heute kommt Wissing als Redaktionsgast zur RHEINPFALZ. Dann werden wir ihn fragen, was es zu bedeuten hat, dass er auf der Gästeliste von Julia Klöckner steht und nicht auf der von Malu Dreyer. Seine Antwort lesen Sie morgen in der RHEINPFALZ. Über einen ganz besonderen Aspekt in der Fernsehfasnacht werden wir übrigens in der RHEINPFALZ am Sonntag berichten.

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Karin Dauscher

Über Karin Dauscher

Karin Dauscher (49) beobachtet die Landespolitik seit 2001. Sie hat Rot-Gelb, Rot und Rot-Grün an der Regierung erlebt, die Einführung der Ganztagsschule, den Streit um den Nürburgring und das Ringen um die Energiewende. Nach einem Studium der Germanistik, der Politikwissenschaft und der Vergleichenden Literaturwissenschaft volontierte sie in der Öffentlichkeitsabteilung der BASF und wechselte 1994 zur RHEINPFALZ. Ihr Kürzel: kad